Liebevoll begleitet – von Anfang an.
“Mein Baby greift schon nach meinem Essen.”
“Es beobachtet uns beim Essen ganz genau.”
“Es steckt ständig alles in den Mund.”
Solche Aussagen höre ich häufig. Viele Eltern fragen sich dann: Ist mein Baby schon bereit für Beikost?
Dabei gibt es drei wichtige Beikostreifezeichen, die deutlich mehr aussagen als bloßes Interesse am Essen. Nicht das Alter allein entscheidet darüber, sondern die Entwicklung deines Babys.
Warum sind die Beikostreifezeichen so wichtig?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch die Nationale Stillkommission empfehlen, etwa ab dem siebten Lebensmonat mit der Beikost zu beginnen – wenn dein Baby die Beikostreifezeichen zeigt.
Denn erst dann kann es Nahrung sicher im Mund bewegen und schlucken.
1. Stabile Kopf- und Rumpfkontrolle
Das erste wichtige Beikostreifezeichen ist eine gute Kontrolle über Kopf und Oberkörper.
Eine stabile Kopf- und Rumpfkontrolle bedeutet:
- dein Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen
- der Kopf bleibt stabil
- und der Oberkörper sackt nicht immer wieder zusammen.
Diese Stabilität ist wichtig, damit dein Baby sicher essen und schlucken kann.
2. Hand-Mund-Koordination
Ein weiteres wichtiges Zeichen ist die sogenannte Hand-Mund-Koordination.
Dein Baby sollte in der Lage sein, einen Gegenstand gezielt zu greifen und selbstständig zum Mund zu führen.
Viele Eltern beobachten zwar, dass ihr Baby Spielzeug oder Lebensmittel an die Wange, ans Ohr oder an die Nase hält..
Diese Bewegungen sind eine wichtige Vorstufe – aber noch kein vollständiges Beikostreifezeichen.
Erst wenn dein Baby Gegenstände gezielt in den Mund bringt, ist die Hand-Mund-Koordination ausreichend entwickelt.
3. Der Zungenstoßreflex ist verschwunden
Neugeborene besitzen einen natürlichen Schutzreflex: den Zungenstoßreflex.
Berührt etwas die Zunge, wird es automatisch wieder nach vorne geschoben.
Das schützt Babys in den ersten Lebensmonaten davor, sich an festen Nahrungsmitteln zu verschlucken.
Mit zunehmender Entwicklung verschwindet dieser Reflex nach und nach.
Erst dann kann dein Baby Nahrung im Mund behalten, mit der Zunge nach hinten transportieren und sicher schlucken.
Was zählt nicht zu den Beikostreifezeichen?
Viele Verhaltensweisen werden häufig falsch interpretiert.
Allein diese Anzeichen bedeuten noch nicht, dass dein Baby bereit für Beikost ist:
- häufiges Interesse am Essen
- Schmatzen
- Nach dem Teller greifen
- Hände in den Mund stecken
- häufiges Stillen
- ein Wachstumsschub
- das Durchschlafen (oder Nicht-Durchschlafen)
Diese Dinge zeigen vor allem Neugier und Entwicklung – ersetzen aber nicht die drei echten Beikostreifezeichen.
Mein Herzenswort
Jedes Baby entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.
Manche Kinder zeigen die Beikostreifezeichen etwas früher, andere erst einige Wochen später. Beides kann völlig normal sein.
Vertraue nicht nur auf das Alter deines Kindes, sondern beobachte seine Entwicklung.
Wenn dein Baby seinen Kopf und Oberkörper stabil halten kann, Gegenstände gezielt selbst zum Mund führt und der Zungenstoßreflex verschwunden ist, und sich zwischen dem 5.& 7 Lebensmonat befindet sind das gute Voraussetzungen für einen entspannten und sicheren Beikoststart.
Und wenn du unsicher bist, musst du diesen Weg nicht alleine gehen.
Ich begleite dich gerne mit fachlichem Wissen, ganz viel Herz und ohne Druck – damit ihr gemeinsam einen entspannten Start in die Beikost erleben könnt.
Herzvoller Hinweis 🤍
Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische oder ernährungsbezogene Beratung.
Jedes Baby entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Ob dein Kind bereits alle Beikostreifezeichen erfüllt und bereit für den Beikoststart ist, sollte immer individuell betrachtet werden.
Wenn du Fragen zum Beikostbeginn hast begleite ich dich gerne im Rahmen einer persönlichen Beikostberatung.
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